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Gabi: Abseits!? gibt mir mehr als nur einen Zuverdienst

Es begann damit, dass mir neben meiner Frührente das Haushaltsgeld nicht reichte. Gelegentliche Aushilfsarbeiten lösten nicht mein finanzielles Problem. Ich brauchte eine regelmäßige Geldeinnahme. Ich erzählte meinem Nachbarn davon, der diese Zeitung bereits lange verkauft und mich schon früher aufmunterte, diese Tätigkeit anzunehmen.

 Eine andere Abseits!?-Verkäuferin spornte mich auch noch an und ging gleich mit mir ins Abseits!?-Büro und stellte mich vor. Es wurde ein Foto gemacht, ich bekam meinen Ausweis und zehn kostenlose Exemplare der Zeitung als Einstieg. Dann konnte ich mir aus einigen Verkaufsplätzen einen aussuchen.

So begann ich nun an einem Tag im Mai, meine ersten Zeitungen anzubieten. Es war ein wunderschöner Sommertag, den ich sehr genoss. Über jede Zeitung, die von den Passanten gekauft wurde, war ich begeistert. Es ist eine so andere Art zu arbeiten, an die ich mich sehr gerne schnell gewöhnte.

Mit der Zeit merkte ich, dass mir die Nachmittagsstunden, die ich für den Verkauf der Zeitung gewählt hatte, jeden Tag eine Aufgabe zu haben, eine feste Tagesstruktur gaben, die mir sehr gut tat. Der Nachmittag war jetzt sinnvoll ausgefüllt. Morgens, nachdem ich in Ruhe gefrühstückt habe, mache ich meine Hausarbeit, versorge meine Tiere und habe Zeit für persönliche Termine.

Die Stunden, in denen ich die Straßenzeitung verkaufe, geben mir auch die Möglichkeit, herauszukommen aus dem Abseits der „psychischen Nische“. Oft werde ich von Depressionen geplagt, wenn ich zu lange allein zu Hause bleibe. Seit über zwei Jahren habe ich keine Depressionen mehr. Ich bin jetzt viel unterwegs und unter Menschen. Nach dem Abseits!?-Verkauf mache ich meine täglichen Einkäufe und freue mich auf mein Zuhause. Ich bin zufrieden mit mir, etwas Sinnvolles getan zu haben.

Durch den Kontakt mit dem Abseits!?-Büro und anderen Abseits!?-Verkäufern komme ich noch mit mehr Menschen zusammen. Das Abseits!?-Büro ist in der Bramscher Straße 11, in dem sich auch die Tageswohnung befindet. Dort nehme ich öfters um die Mittagszeit ein warmes Essen ein, was äußerst preiswert ist und gut wie bei „Muttern“schmeckt

Des Öfteren nehme ich auch ehrenamtlich an den Redaktionssitzungen teil. Das Haus an der Bramscher Straße ist für mich eine gute Adresse.

 

VKFootGabi